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NRW: Kommunale Verschuldung in den Kernhaushalten stieg 2023 um 3,2 Prozent auf 49,3 Milliarden Euro

Die Schulden der Kernhaushalte setzten sich zu 42 Prozent aus
Liquiditätskrediten und zu 58 Prozent aus Investitionskrediten zusammen.

Schlagworte:
Schulden, Kommunen, Kredite

Thematisch zugehörige Infografiken und/oder -tabellen finden Sie – sofern
vorhanden – in der Onlineversion der Pressemitteilung unter
https://www.it.nrw/nrw-kommunale-verschuldung-in-den-kernhaushalten-stieg-2023

Nachricht:

Düsseldorf (IT.NRW). Die Schulden der Gemeinden und Gemeindeverbände in den
Kernhaushalten Nordrhein-Westfalens beliefen sich Ende 2023 auf rund 49,3
Milliarden Euro. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor (31.12.2022: 47,7
Milliarden Euro). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als
Statistisches Landesamt mitteilt, ergab sich damit rein rechnerisch eine
Verschuldung von 2 715 Euro pro Kopf
(2022: 2 637 Euro)..

Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und Bonn hatten 2023 die höchste
Pro-Kopf-Verschuldung in den Kernhaushalten

Im regionalen Vergleich zeigten sich für Ende 2023 Unterschiede bei der
Pro-Kopf-Verschuldung in den Kernhaushalten. Bei den kreisfreien Städten und
Kreisen wurden für Oberhausen (9 419 Euro), Mülheim an der Ruhr (9 312 Euro)
und Bonn (6 125 Euro) die höchsten Schulden pro Kopf ermittelt. Landesweit die
niedrigsten Werte ergaben sich für Düsseldorf (542 Euro) und die Kreise Olpe
(632 Euro) und Gütersloh (661 Euro). Die Schulden der Kreise enthalten die
Verbindlichkeiten der Kreisverwaltungen und kreisangehörigen Gemeinden.

Schulden der Kernhaushalte setzten sich zu 42,3 Prozent aus Kassenkrediten und
Wertpapierschulden zur Liquiditätssicherung und zu
57,7 Prozent aus Verbindlichkeiten zu Investitionszwecken zusammen

Die Schulden der Kernhaushalte setzten sich Ende 2023 zu 42,3 Prozent aus
Kassenkrediten und Wertpapierschulden zur Liquiditätssicherung und zu 57,7
Prozent aus Verbindlichkeiten zu Investitionszwecken zusammen. Die Schulden zur
Überbrückung kurzfristiger Liquiditätsengpässe waren mit 20,9 Milliarden Euro
um 1,3 Prozent niedriger als 2022 (damals: 21,1 Milliarden Euro). Bei den mittel-
und langfristigen Krediten und Wertpapierschulden zu Investitionszwecken gab es
dagegen einen Zuwachs von 7,2 Prozent auf
28,4 Milliarden Euro (31.12.2022: 26,5 Milliarden Euro).

Hagen nutzte den überwiegenden Teil seiner Schulden zur Liquiditätssicherung
– Düsseldorf für Investitionen

Auch hinsichtlich der dominierenden Schuldenart gab es Unterschiede in den
Kreisen und kreisfreien Städten: So stammte 2023 in Hagen
(93,8 Prozent), Remscheid (87,5 Prozent) und Leverkusen
(78,3 Prozent) der überwiegende Teil der Schulden aus Krediten zur
Liquiditätssicherung. Auf Kredite für Investitionszwecke entfiel dagegen das
Gros der Schulden in Düsseldorf (100 Prozent) sowie in den Kreisen Borken (98,5
Prozent) und Gütersloh (97,0 Prozent)..

Die gesamte kommunale Verschuldung belief sich 2023 auf 63,4 Milliarden Euro

Zu den Schulden der NRW-Kernhaushalte kamen 2023 weitere
14,1 Milliarden Euro aus Schulden der kommunalen Eigenbetriebe, der
eigenbetriebsähnlichen Einrichtungen und der kommunalen Anstalten öffentlichen
Rechts hinzu. Die kommunale Verschuldung belief sich bei dieser Betrachtung
insgesamt auf 63,4 Milliarden Euro, das waren
3,6 Prozent mehr als Ende 2022 (damals: 61,2 Milliarden Euro). Die
Pro-Kopf-Verschuldung lag bei dieser Betrachtung bei 3 492 Euro
(2022: 3 384 Euro).

Schulden, die ein Eigenbetrieb oder eine Anstalt öffentlichen Rechts gegenüber
der Trägerkommune hat, wurden in dieser Darstellung herausgerechnet. In
Einzelfällen nicht auszuschließen sind Doppelzählungen, wenn Kommunen mit
kommunalen Unternehmen ein Liquiditätsmanagement betreiben (Cash-Pooling).
Abweichend zu der Modellrechnung der „Integrierten Schulden” unter
https://www.it.nrw/neue-modellrechnung-schulden-der-nrw-kommunen-ende-2022
werden hier als ausgegliederte Einheiten Eigenbetriebe, eigenbetriebsähnliche
Einrichtungen und Anstalten öffentlichen Rechts betrachtet. Kommunale
Unternehmen in privater Rechtsform und Zweckverbände werden hier nicht mit
einbezogen.

Das Statistische Landesamt weist darauf hin, dass im Jahr 2023 für eine Reihe
von Gemeinden, Kreisverwaltungen und kommunalen Unternehmen aufgrund von
technischen Problemen infolge eines Cyberangriffs bei einem kommunalen
IT-Dienstleister in Südwestfalen keine Meldungen vorlagen. Bei den betroffenen
Berichtseinheiten wurden entweder die Schulden der vierteljährlichen
Schuldenstatistik oder die des Vorjahres imputiert. Weitere Informationen finden
Sie unter
https://www.it.nrw/cyberangriff-suedwestfalen-auswirkungen-auf-die-statistik.

Mit der Veröffentlichung des aktuellen Berichtsjahres ist eine Revision des
Vorberichtsjahres erfolgt. (IT.NRW)

(219 / 24) Düsseldorf, den 15. Juli 2024
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NRW: Gut ein Drittel der Erwachsenen hatte 2022 ein Ehrenamt

Beschreibung:

 

1,3 Millionen Personen waren in religiösen Gemeinschaften aktiv und

1,2 Millionen im sozialen Sektor.

Schlagworte:

Ehrenamt, Freiwillig, Zeitaufwand

 

Thematisch zugehörige Infografiken und/oder -tabellen finden Sie – sofern

vorhanden – in der Onlineversion der Pressemitteilung unter

https://www.it.nrw/nrw-gut-ein-drittel-der-erwachsenen-hatte-2022-ein-ehrenamt-126570

Nachricht:

Düsseldorf (IT.NRW). 5,1 Millionen Erwachsene in Nordrhein-Westfalen gingen im

Jahr 2022 einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach. Wie Information und Technik

Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren laut

Zeitverwendungserhebung Frauen mit

36,6 Prozent etwas häufiger ehrenamtlich aktiv als Männer mit

32,7 Prozent.

 

Die meisten Menschen sind ehrenamtlich in Kirchen und religiösen Gemeinschaften

tätig

 

In Kirchen und religiösen Gemeinschaften in NRW sind mit

1,3 Millionen die meisten Menschen ehrenamtlich tätig, gefolgt von

1,2 Millionen im sozialen Sektor und 0,9 Millionen im Sport. Die kleinste Gruppe

bilden die ehrenamtlich Engagierten im Bereich Umwelt und Tierschutz mit 0,4

Millionen.

 

Fast 30 Prozent der Menschen mit Ehrenamt investierten mehr als elf Stunden im

Monat

 

Die größte Gruppe der Erwachsenen in NRW (28,1 Prozent) war „weniger als 3

Stunden pro Monat” im Einsatz, während sich etwa genauso viele (27,9 Prozent)

der Kategorie „11 Stunden und mehr”

zuordneten. 22,8 Prozent gaben an „3 bis 5 Stunden” und

21,2 Prozent „6 bis 10 Stunden” pro Monat ein Ehrenamt zu besetzen. Im Rahmen

der „Zeitverwendungserhebung” werden die Angaben von Personen im Alter von 18

Jahren und älter abgebildet, die mindestens ein Ehrenamt ausüben. Beschrieben

wird die monatliche Aktivität in Stunden.

 

Die Statistik der Zeitverwendungserhebung (ZVE) findet alle zehn Jahre statt und

liefert Angaben zu den vollständigen zeitlichen privaten und beruflichen

Aufwänden der NRW-Bevölkerung ab zehn Jahren.

Inhaltliche Schwerpunkte sind u. a. Erwerbsarbeit/unbezahlte Arbeit,

Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen/haushaltsexternen Personen, subjektives

Zeitempfinden, Unterstützungsleistungen haushaltsexterner Dienstleister/Personen

sowie empfundene Einsamkeit. Die Ergebnisse des Berichtsjahres 2022 basieren auf

den Aufzeichnungen von 4 210 Personen ab zehn Jahren, die auf rund 16 Millionen

Personen in Nordrhein-Westfalen hochgerechnet wurden.

 

IT.NRW erhebt und veröffentlicht als Statistisches Landesamt zuverlässige und

objektive Daten für das Bundesland Nordrhein-Westfalen für mehr als 300

Statistiken auf gesetzlicher Grundlage. Dies ist dank der zuverlässigen

Meldungen der Befragten möglich, die damit einen wichtigen Beitrag für unsere

Gesellschaft leisten. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage

für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der

Wissenschaft und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. (IT.NRW)

 

(216 / 24) Düsseldorf, den 11. Juli 2024

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NRW: Eintrittspreise für Schwimmbäder sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent gestiegen

Auch die Preise für Kekse, Speiseeis, Limo und Badekleidung sind höher als im letzten Jahr.

Düsseldorf (IT.NRW). Die Eintrittspreise für Schwimmbäder sind in Nordrhein-Westfalen zwischen Juni 2023 und Juni 2024 um 6,6 Prozent gestiegen.