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Rund eine Milliarde Euro für den Sport in Nordrhein‑Westfalen – Ein starkes Signal für Kommunen, Vereine und Bürger

Rund eine Milliarde Euro für den Sport in Nordrhein‑Westfalen – Ein starkes Signal für Kommunen, Vereine und Bürger

Nordrhein‑Westfalen legt ein historisches Investitionspaket für den Sport auf: In den kommenden Jahren stellt die Landesregierung insgesamt rund eine Milliarde Euro für die Modernisierung, Sanierung und den Neubau von Sportstätten und Schwimmbädern bereit – das größte Sportförderprogramm in der Geschichte des Landes.

Ein Meilenstein für kommunale Infrastruktur und Lebensqualität vor Ort

Mit der sogenannten „NRW‑Sportmilliarde“ setzt das Land ein klares politisches Bekenntnis zum organisierten Sport – und damit zu einer der größten bürgerlichen Bewegungen im Land: Knapp 17.300 Vereine mit rund 5,5 Millionen Mitgliedschaften prägen das gesellschaftliche Leben in Stadt und Land.

Von den rund 1 Milliarde Euro fließen konkret:

  • 600 Millionen Euro direkt in kommunale Sportstätten, Schwimmbäder und Vereine,

  • 375 Millionen Euro über die Sportpauschale in den kommenden fünf Jahren,

  • weitere Mittel über anteilige Nutzung des Nordrhein‑Westfalen‑Plans für Sportinfrastruktur.

Für kommunale Entscheidungsträger in Städten, Gemeinden und Kreisen eröffnen sich damit neue Gestaltungsspielräume: Die Investitionen ermöglichen es, sanierungsbedürftige Hallen, Tennenplätze, Vereinsheime und Bäder zukunftsfest zu machen, Barrieren abzubauen und Sportangebote für alle Generationen zu sichern.

Warum das Programm gerade für Kommunen so wichtig ist

1. Sanierungsstau auflösen und lokale Handlungsfähigkeit stärken
Viele kommunale Sportanlagen sind technisch überaltert oder entsprechen nicht mehr modernen energetischen, inklusiven oder sicherheitstechnischen Standards. Die Sportmilliarde schafft finanzielle Perspektiven, um diese Anlagen ohne zusätzliche Belastung der kommunalen Haushalte anzugehen.

2. Breitensport als Motor für Gesundheit, Gemeinschaft und Ehrenamt
Sportvereine sind nicht nur Orte der Bewegung, sondern tragen entscheidend zu sozialem Zusammenhalt, Integration und Gemeinwohl bei. Gute Infrastruktur ist Voraussetzung dafür, dass ehrenamtliches Engagement blüht und Angebote für Kinder, Jugendliche und Familien funktionieren.

3. Ergänzung kommunaler Haushaltskraft – Entlastung und Planungssicherheit
In Zeiten angespannter kommunaler Finanzen bietet das Landesprogramm eine willkommene Ergänzung zur eigenen Investitionskraft. Viele Städte und Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen bei Straßen, Bildungseinrichtungen und sozialen Aufgaben – da ist gezielte Landesförderung im Sport ein gezielter Beitrag zur Entlastung vor Ort.

Praxisnahe Umsetzung: Unkomplizierte Förderwege sind entscheidend

Damit die Gelder schnell und dort wirken, wo sie dringend gebraucht werden, ist es zentral, dass Förderrichtlinien schlank und praxisnah ausgestaltet werden. Die Landesregierung arbeitet aktuell an entsprechenden Verfahren, die noch im Laufe des Jahres 2026 veröffentlicht werden sollen.

Kommunalpolitisch lohnt es sich jetzt, frühzeitig Bedarfe zu erfassen, Prioritäten zu setzen und Antragspotenziale systematisch auszuschöpfen – gemeinsam mit Sportvereinen vor Ort.

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