Seminare KPV Bildungswerk e.V.

Veranstaltungskalender

Montag. 25 Mai, 2026 - Sonntag. 31 Mai, 2026
Woche 22
Dienstag. 26 Mai, 2026
17:00

Chancen interkommunaler Zusammenarbeit nutzen

Die erheblichen finanziellen Belastungen, die vielfältigen Aufgaben und die zunehmend erschöpften Personalressourcen in den Kommunen machen es immer dringlicher, die interkommunale Zusammenarbeit zu intensivieren. Trotz zunehmender Kooperationen liegen hier noch viele Chancen und auch Lösungen.

Das gilt für kleinere Kooperationen bis hin zu vielfältigen Regionalorganisationen – das gilt bei fachlicher Zusammenarbeit bis hin zu kommunalen Arbeits- und Vertragsgemeinschaften.

Was hat sich bewährt? Was steckt noch in den Kinderschuhen und hat doch Potential?

Was wird vom Land gefördert?

Im Seminar wird das Themen- und Organisationsfeld überblicksartig beleuchtet und praktische Erfahrungen/Erkenntnisse – in Fachthemen, aber auch bei breiteren Kooperationsformen, praxisorientiert vorgestellt und erläutert.

Der Referent: Stephan Santelmann M.A. ist Verbandsvorsteher des Verkehrsverbundes Rheinland seit 2017. Nach einem Studium der Politikwissenschaft in Bonn hat er für die Bundesregierung und 5 Jahre in der CDU/CDU- Bundestagsfraktion gearbeitet. Anschließend war er Fachreferent der Kölner Oberbürgermeister Harry Blum und Fritz Schramma. Von 2003-2017 leitete er das Kölner Amt für Soziales und Senioren und administrierte auf der kommunalen Seite u.a. die Gründung der ARGE Köln (SGB II). 2017-2025 war er Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises. Viele Jahre war er Vorstandsmitglied bei ESN (Europ. Sozialamtsleiternetzwerk) und hat mit Leitungen u.a. in Rotterdam, Wien, Basel eng zusammengearbeitet. 

Für wen ist das Seminar geeignet: (Ehrenamtliche) Mandats- und Funktionsträger, Mitarbeiter von Mandats- und Funktionsträgern, interessierte Bürgerinnen und Bürger

Bitte beachten Sie

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten nach der Anmeldung eine E-Mail mit den Zugangsdaten zum Zoom-Meeting. Zur besseren Interaktion mit den Referenten und den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind eine Webcam und ein Mikrofon sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich.

Mittwoch. 27 Mai, 2026
18:00

Wohnungsnot wirksam begegnen: Kommunaler Wohnungsbau mit dem „Detmolder Modell“

Die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit und eine Kernaufgabe moderner Kommunalpolitik. Angesichts steigender Baukosten, hoher Zinsen und überlasteter Verwaltungen stehen Städte und Gemeinden vor der Herausforderung, Wohnraum zu schaffen, ohne den Haushalt oder das Personal übermäßig zu belasten.

In diesem Videoseminar stellen wir Ihnen das „Detmolder Modell“ vor – einen innovativen Weg für den kommunalen Wohnungsbau über Quartiersgenossenschaften. Das Modell ermöglicht es Kommunen, durch die Einbringung von Grundstücken als Sacheinlage („Aktivtausch“) bezahlbaren Wohnraum zu realisieren, ohne Mindestkapital vorhalten oder eine eigene Wohnungsbau-GmbH gründen zu müssen. Ein entscheidender Vorteil für die Praxis: Als privatrechtliche Form unterliegt die Genossenschaft nicht dem strengen öffentlichen Vergaberecht, was Planungs- und Bauprozesse massiv beschleunigt und die Einbindung lokaler Betriebe erleichtert.

Erfahren Sie, wie Sie durch verbindliche Satzungen dauerhaft die kommunale Kontrolle über Mietpreise und Belegung sichern und Vorzeigeprojekte wie das „210-Euro-Zimmer“ für Auszubildende auch in Ihrer Kommune umsetzen können.

Referent: Michael Kirchner ist Diplom-Kaufmann und seit 2001 geschäftsführender Gesellschafter der Kirchner Gruppe in Telgte. Als Mitentwickler des Detmolder Modells und Geschäftsführer der Pyramis Immobilien Entwicklungs GmbH verfügt er über tiefe Praxiserfahrung in der Initiierung und Steuerung kommunaler Wohnungsbaugenossenschaften – aktuell ist er in dieser Funktion in 17 verschiedenen Genossenschaften in NRW tätig. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit engagierte er sich bis vor kurzem als stellvertretender Landesvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) NRW für die Belange des Mittelstands und der kommunalen Wirtschaft.

Für wen ist das Seminar geeignet: (Ehrenamtliche) Mandats- und Funktionsträger, Mitarbeiter von Mandats- und Funktionsträgern, interessierte Bürgerinnen und Bürger

Bitte beachten Sie

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten nach der Anmeldung eine E-Mail mit den Zugangsdaten zum Zoom-Meeting. Zur besseren Interaktion mit den Referenten und den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sind eine Webcam und ein Mikrofon sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich.

Freitag. 29 Mai, 2026
15:00

Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) und Zivil militärische Zusammenarbeit (ZMZ) - wichtige Informationen für politische Mandatsträger

KPV-NRW

Eine zunehmende Bedrohung durch Russland mittels erster hybrider Kriegsführung auf wichtige Kommunikationseinrichtungen in Deutschland bedingen seit Ende 2024 die Neukonzeption vom „Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU)“ und eine Neubewertung der zivilmilitärischen Zusammenarbeit ZMZ.

Der OPLAN DEU als verbindlicher militärischer Operationsplan, beschreibt, wie Streitkräfte in einem definierten Szenario eingesetzt werden (z. B. Bündnis-, Verteidigungs- oder Unterstützungsoperationen). Er wird auf NATO-, Bundes- oder Landesebene erstellt und erfordert in Zukunft eine Umsetzung auf ziviler (nicht militärischer kommunaler Ebene) und erfordert von Entscheidungsträgern der Verwaltung und Mandatsträger einen politisch-administrative Wirkungsrahmen.

Kreise und kreisfreie Städte, aber kreisangehörige Städte/Gemeinden können mittelbar von Planungen und Auswirkungen auf das zivile Umfeld, z. B. die Nutzung ziviler Infrastruktur (Straßen, Brücken, Häfen), Truppenbewegungen, Logistik, Evakuierungen sowie von erhöhten Schutzanforderungen für kritische Infrastruktur betroffen werden.

Dies bedingt zugleich eine Wiederaufnahme und Neufassung der Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ), die eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen zivilen Behörden und der Bundeswehr zur Bewältigung von Krisen und Katastrophen unter Wahrung der zivilen Führungsverantwortung.

Mandatsträger und Entscheidungsträger der Verwaltung sollen hierzu politische Leitplanken setzen und beschließen oder legitimieren Vorsorge- und Krisenkonzepte. Sie tragen damit auch die Verantwortung für eine höhere Resilienz, eine Akzeptanz der militärischen Unterstützung und setzen sich für eine transparente Kommunikation aller Akteure ein.

Das Seminar liefert Grundlageninformationen zu konkrete Handlungsfelder wie z. B. die Kenntnis der regionalen ZMZ-Strukturen und dem OPLAN DEU und welche Auswirkungen er haben kann.

Referent: Dr. Hans-Walter Borries

•Direktor vom Institut für Wirtschafts- und Sicherheitsstudien FIRMITAS,

•Lehrbeauftragter an der Hochschule Magdeburg-Stendal zu KRITIS-Themen

•Lehrbeauftragter an der Hochschule FOM zu Krisenmanagement und KRITIS sowie zum Strategischen Bevölkerungsschutz

•Mitglied im Fachbeirat „Forschungsgruppe Gefahrenabwehr“ der Hochschule FOM

•Mitglied im Rat der Sachverständigen der Enquetekommission II Krisen- und Notfallmanagement im Kontext von Klimawandel (staatliche Ebenen) vom Landtag NRW

•Stellv. Vorstandsvorsitzender vom Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen BSKI e. V.

•Oberst der Reserve

Für wen ist das Seminar geeignet:

(Ehrenamtliche) Mandats- und Funktionsträger, Mitarbeiter von Mandats- und Funktionsträgern, interessierte Bürgerinnen und Bürger

Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.  oder telefonisch 02361 5899-12

Barrierefreie Seminarräume

Unsere Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.