Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU) und Zivil militärische Zusammenarbeit (ZMZ) - wichtige Informationen für politische Mandatsträger

Eine zunehmende Bedrohung durch Russland mittels erster hybrider Kriegsführung auf wichtige Kommunikationseinrichtungen in Deutschland bedingen seit Ende 2024 die Neukonzeption vom „Operationsplan Deutschland (OPLAN DEU)“ und eine Neubewertung der zivilmilitärischen Zusammenarbeit ZMZ.

Der OPLAN DEU als verbindlicher militärischer Operationsplan, beschreibt, wie Streitkräfte in einem definierten Szenario eingesetzt werden (z. B. Bündnis-, Verteidigungs- oder Unterstützungsoperationen). Er wird auf NATO-, Bundes- oder Landesebene erstellt und erfordert in Zukunft eine Umsetzung auf ziviler (nicht militärischer kommunaler Ebene) und erfordert von Entscheidungsträgern der Verwaltung und Mandatsträger einen politisch-administrative Wirkungsrahmen.

Kreise und kreisfreie Städte, aber kreisangehörige Städte/Gemeinden können mittelbar von Planungen und Auswirkungen auf das zivile Umfeld, z. B. die Nutzung ziviler Infrastruktur (Straßen, Brücken, Häfen), Truppenbewegungen, Logistik, Evakuierungen sowie von erhöhten Schutzanforderungen für kritische Infrastruktur betroffen werden.

Dies bedingt zugleich eine Wiederaufnahme und Neufassung der Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ), die eine strukturierte Zusammenarbeit zwischen zivilen Behörden und der Bundeswehr zur Bewältigung von Krisen und Katastrophen unter Wahrung der zivilen Führungsverantwortung.

Mandatsträger und Entscheidungsträger der Verwaltung sollen hierzu politische Leitplanken setzen und beschließen oder legitimieren Vorsorge- und Krisenkonzepte. Sie tragen damit auch die Verantwortung für eine höhere Resilienz, eine Akzeptanz der militärischen Unterstützung und setzen sich für eine transparente Kommunikation aller Akteure ein.

Das Seminar liefert Grundlageninformationen zu konkrete Handlungsfelder wie z. B. die Kenntnis der regionalen ZMZ-Strukturen und dem OPLAN DEU und welche Auswirkungen er haben kann.

Referent: Dr. Hans-Walter Borries

•Direktor vom Institut für Wirtschafts- und Sicherheitsstudien FIRMITAS,

•Lehrbeauftragter an der Hochschule Magdeburg-Stendal zu KRITIS-Themen

•Lehrbeauftragter an der Hochschule FOM zu Krisenmanagement und KRITIS sowie zum Strategischen Bevölkerungsschutz

•Mitglied im Fachbeirat „Forschungsgruppe Gefahrenabwehr“ der Hochschule FOM

•Mitglied im Rat der Sachverständigen der Enquetekommission II Krisen- und Notfallmanagement im Kontext von Klimawandel (staatliche Ebenen) vom Landtag NRW

•Stellv. Vorstandsvorsitzender vom Bundesverband für den Schutz Kritischer Infrastrukturen BSKI e. V.

•Oberst der Reserve

Für wen ist das Seminar geeignet:

(Ehrenamtliche) Mandats- und Funktionsträger, Mitarbeiter von Mandats- und Funktionsträgern, interessierte Bürgerinnen und Bürger

Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.  oder telefonisch 02361 5899-12

Informationen zur Veranstaltung

Beginn der Veranstaltung 29.05.2026
15:00 Uhr
Ende der Veranstaltung 29.05.2026
19:00 Uhr
max. Teilnehmer 15
Einzelpreis zwanzig
Veranstaltungsort KPV-NRW

Informationen zum Veranstaltungsort - KPV-NRW

Das KPV-Bildungswerk e.V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke. Es vermittelt Bürgern politische Bildung, um sie zum staatsbürgerlichen Handeln im kommunalen Selbstverwaltungsbereich der Gemeinden, Städte und Kreise zu befähigen.

Für Mandatsträger, Fraktionen, Bürgermeister, Landräte, Fraktionsmitglieder, ehren- und hauptamtliche Funktionsträger, Verwaltungsbeamte, alle kommunalpolitisch interessierten Männer und Frauen.

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